Regenrückhaltung

 

In der freien Landschaft werden Niederschläge zum Teil durch Pflanzen aufgenommen und verdunstet. Zu einem anderen Teil können sie durch Unebenheiten im Boden oder durch Mulden zurückgehalten werden und dort verdunsten oder ins Grundwasser versickern.

In Siedlungsgebieten ist durch Bebauung und Befestigung der Oberflächen der natürliche Wasserkreislauf erheblich verändert.  Durch die gezielte Entwässerung der Flächen fließen Niederschläge geradewegs in Abwasserbehandlungsanlagen oder Vorfluter ab. Dabei kann es zu einer unnötigen Durchmischung mit stark verschmutzten Abwässern kommen.

 

Bemessung:

Die Anforderungen an Versickerungsanlagen sind im DWA-Arbeitsblatt-A 117 (Bemessung von Regenrückhalteräumen) der Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) festgelegt. 

Desweiteren ist das Merkblatt DWA-M 153 (Handlungsempfehlungen zum Umgang mit Regenwasser) zu beachten.

Die örtlichen Starkniederschlagshöhen sind den KOSTRA-DWD-2000 Daten zu entnehmen.

 

Mögliche Ausführungen des Regenrückhaltebeckens

Ideal ist die Speicherung der Niederschläge in einer Bodenvertiefung in naturnaher Erdbauweise.  Durch eine harmonische Anordnung und standortgerechte Bepflanzung ist eine ansprechende Gestaltung möglich.

Bei fehlendem Platz ist der Bau eines Stahlbetonbehälters oder der Einbau eines gebrauchten und gereinigten Stahltanks möglich.

Bei fehlendem Gefälle ist auch der Bau eines Rückstaukanals denkbar.

 

Beispiel: Bewässerungsteich mit Regenrückhaltung

  

 

Beispiel: Regenrückhaltebecken an der Biogasanlage Maurer